Zwei Lehrerinnen (Tamara Walder und Christina Glatz) der Europamittelschule Wörgl durften im Rahmen des Erasmus+ Programms eine bereichernde Woche an der Istituto Comprensivo Statale Francesco Guglielmino in Aci Catena, Sizilien, verbringen. Ziel des Aufenthalts war ein sogenanntes Job-Shadowing: Hospitationen im Unterricht, ein Austausch über Schulpraxis und ein vertiefter Einblick in das italienische Bildungssystem.
Bereits am ersten Tag wurden wir herzlich empfangen. Die Bürgermeisterin von Aci Catena, die Direktion und das Kollegium der Schule nahmen sich Zeit für eine offizielle Begrüßung. Es wurden Interviews geführt, zahlreiche Fotos gemacht und wir erhielten sogar einen regionalen Geschenkkorb – ein erstes Zeichen der bemerkenswerten Gastfreundschaft, die uns die gesamte Woche begleiten sollte. Anschließend durften wir in verschiedenen Klassen hospitieren und erste Eindrücke vom Unterricht gewinnen.
Der zweite und dritte Tag standen ganz im Zeichen des Unterrichts. Wir konnten in mehreren Schulstufen und Fächern Einblicke gewinnen, Unterrichtsmethoden beobachten und mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen. Besonders eindrucksvoll war das Treffen mit jenen Lehrerinnen, die bereits am Beginn dieses Schuljahrs im Rahmen des Erasmus-Programms unsere Schule in Wörgl besucht hatten. In einem regen Austausch verglichen wir unsere Schulsysteme, unterhielten uns über Herausforderungen im Unterrichtsalltag und knüpften an unsere bereits bestehende Kooperation an. Anschließend wurden wir zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen, bei dem nicht nur kulinarische Eindrücke, sondern auch viele persönliche Geschichten geteilt wurden.
Am vierten Tag setzten wir unsere Hospitationen fort und wurden anschließend auf eine Stadtführung durch Aci Catena und Acireale, dem Nachbarort, eingeladen. Uns wurden die vielen Kirchen, der Dom, das Puppenmuseum und das Carnevalmuseum gezeigt. Die Führung endete am Meer bei einem typischen Granita mit Brioche wo wir die Woche rückblickend betrachteten und unsere Ideen für zukünftige Projekte austauschten. Danach bekamen wir noch Einblicke in die Orchesterprobe der Schule, die sehr beeindruckend war. Am fünften und letzten Tag hieß es Abschied nehmen. Im Rahmen einer kleinen Zeremonie erhielten wir Zertifikate und bedankten uns für die bereichernden Erfahrungen, die herzliche Aufnahme und die vielen neuen Impulse für unsere Arbeit in der Schule.
Der Austausch wird jedoch nicht hier enden: Im März freuen wir uns darauf, mit unseren eigenen Schüler*innen nach Sizilien zurückzukehren. Die Verbindung zwischen unseren Schulen wächst weiter. Für uns war diese Woche ein bewegendes Beispiel dafür, wie Bildung Brücken bauen kann – zwischen Ländern, Kulturen und Menschen. Wir kehren mit vielen neuen Ideen, inspirierenden Gesprächen und wertvollen Erinnerungen nach Wörgl zurück. Ein Erasmus-Erlebnis, das bleibt.














